Aufräumen mit Marie Kondo: Die KonMari-Methode für mehr Minimalismus

Die meisten von uns haben sicher bereits von der Japanerin Marie Kondo und ihrer weltberühmten KonMari-Methode zum Aufräumen und Besitz reduzieren gehört.

„Die Unordnung im Zimmer entspricht der Unordnung im Herzen.“ (Japanisches Sprichwort)

Gemeinsam mit der Aufräum-Expertin Marie Kondo lernen wir nicht nur richtig auszumisten. Wir schaffen auch Zeit für Dankbarkeit, legen den Fokus auf das Wichtige und lernen mit weniger Dingen glücklicher zu sein. Ein sehr minimalistischer Ansatz!

Endlich mehr Ordnung schaffen und das eigene Zuhause von überflüssigen Dingen zu befreien – das klingt toll. Doch was macht genau diese Methode für angehende Minimalist*innen so interessant?

Darum soll es uns heute gehen. Wir beleuchten, was es mit Marie Kondos Methode auf sich hat und wie wir sie umsetzen können. Wie Millionen von Menschen wirst du sicher die ein oder andere Inspiration von ihrem „Magic Cleaning” mitnehmen.

Heiße also Marie Kondo willkommen und verabschiede dich langfristig vom Chaos in deiner Wohnung!

Was macht Marie Kondos Methode so besonders?

Was bei der KonMari-Methode anders ist, ist sicher, dass sie tiefgründiger und ganzheitlicher ist, als es anfangs erscheint. Es geht zwar prinzipiell darum, aufzuräumen und auszumisten, aber nicht nur.

Natürlich lernen wir, unseren Platz optimal zu nutzen, uns von Dingen zu verabschieden und System in das bisherige Chaos zu bringen. Doch Marie Kondo möchte auch, dass wir langfristig unsere Einstellung zu materiellen Dingen ändern.

Damit ist das Aufräumen mit Marie Kondo auch ein guter Start in ein minimalistisches Leben. Wir kümmern uns nicht nur um das aktuelle Problem („ein zu viel an Kram“), sondern lernen auch, wie wir mit weniger Sachen glücklicher und stressfreier leben.

Zusätzlich finden wir bei der KonMari-Methode auch kleine Rituale, um uns von unseren Dingen zu verabschieden oder um abzuwägen, was wir wirklich wertschätzen. Damit inkludiert Marie Kondo auf ihre Art sowohl den materiellen als auch den mentalen Teil des Minimalismus.

Zusammengefasst gesagt: Mit der KonMari-Methode will uns Marie Kondo ein ganzes Lebensgefühl vermitteln, statt „nur“ unser Zuhause aufzuräumen. Emotionen spielen eine wichtige Rolle in ihrem Aufräum-Prinzip.

So entstand auch die wohl bekannteste Frage von ihr: „Does it spark joy?“ (auf Deutsch: Bereitet es Freude?). Dazu später mehr.

KonMari: 7 einfache Schritte für mehr Ordnung und Minimalismus im Leben

Werfen wir einen genaueren Blick auf die verschiedenen Schritte der KonMari-Methode. Sie sind unser Wegweiser, um endlich Ordnung mit System und Konsequenz zu schaffen.

Leider können wir nicht alle wie in der Netflix-Serie Marie Kondo als persönliche Helferin beim Ausmisten dabei haben. Doch mit ihrer Methode werden wir ein genauso aufgeräumtes Zuhause erhalten.

Los geht es also mit dem Aufräum-Event nach Marie Kondo, der unseren Alltag viel entspannter, minimalistischer und „unchaotischer“ machen wird.

Mental auf das Aufräumen vorbereiten

Bevor es losgeht, sollten wir uns fragen, was eigentlich unsere Ziele sind. Das hilft dabei, uns zu motivieren und das Ausmisten nicht immer wieder aufs Neue zu verschieben.

Wir geben uns also selbst den energischen Push, um die KonMari-Methode jetzt komplett durchzuziehen und visualisieren das gewünschte Endergebnis. Dadurch sind wir mental besser vorbereitet auf den kommenden Prozess.

Für diesen vorbereitenden Schritt können wir uns Fragen stellen wie:

  • Welchen Lebensstil möchte ich erhalten?
  • Was ist meine ideale Vorstellung von meinem Zuhause?
  • Wie möchte ich mein Leben ab sofort gestalten?
  • Was wünsche ich mir genau für meine Wohnung?
  • Gibt es etwas, was mir schon lange ein Dorn im Auge ist?

Konsequent und schnell Ordnung schaffen

Bei der Marie-Kondo-Methode geht es auch um Konsequenz und Schnelligkeit. Das Ausmisten soll sich laut der Japanerin nicht ewig hinziehen. Stattdessen setzen wir uns Deadlines, bis wann wir etwas komplett aufgeräumt haben wollen. Wir behalten das schnelle Ende des Chaos vor Augen.

Nur so vermeiden wir es, monatelang an den verschiedenen „Baustellen“ in unserem Zuhause herumzusortieren und am Ende entnervt abzubrechen. Wir konzentrieren uns explizit auf ein Projekt, arbeiten es schnell ab und machen mit dem Nächsten weiter.

So erhalten wir in nur wenigen Tagen oder Wochen einen Ort, an dem wir uns endlich wieder wohlfühlen können. Außerdem haben wir nun Tools in der Hand, damit wir diese Ordnung beibehalten können.

Nach festgelegten Kategorien aussortieren

Bei der KonMari-Methode hat die Reihenfolge beim Ausmisten einen hohen Stellenwert. Im Gegensatz zu vielen anderen Methoden wird hier NICHT nach Räumen getrennt.

Stattdessen unterteilen wir bei Marie Kondos Methode in 5 verschiedene Kategorien, die nacheinander bearbeitet werden:

  1. Kleidung
  2. Bücher
  3. Papier/Unterlagen
  4. Komono (Kleinkram/Sonstiges)
  5. Erinnerungsstücke

Der Sinn liegt laut Marie Kondo darin, dass wir zunächst mit Dingen anfangen, zu denen wir keine oder nur geringe emotionale Bindungen haben. Dadurch ist es einfacher, mit dem Entrümpeln zu beginnen. Die Objekte mit sentimentalem Wert werden erst als Letztes in Angriff genommen.

Weiterhin wissen wir immer genau, was grad ausgemistet wird. Wir verzetteln uns nicht an verschiedenen Aufgaben, sondern konzentrieren uns z. B. nur auf die gesamte Kleidung in unserem Zuhause und ignorieren alles Andere. Das verhindert eine Überforderung.

Alle Sachen auf einem Haufen sammeln

Eine wichtige Regel beim Aufräumen nach Marie Kondo ist, alles auf einem Haufen zu stapeln. Da wir wie erwähnt bei der KonMari-Methode nicht nach Räumen, sondern nach Kategorien trennen, kommt da einiges zusammen.

Bereits bei der ersten Kategorie Kleidung wird uns dies oft schnell bewusst. Wir sammeln alles, was unter Kleidung fällt aus allen Zimmern (und auch aus dem Keller!) zusammen. Meist enden wir hier mit einem ziemlich großen Stapel.

All unsere Sachen auf einen Blick zu sehen, hinterlässt in fast allen Fällen einen tiefen Eindruck (oder auch Schock) bei uns. Wir sehen wie viel Besitz sich vor uns auftürmt und wie wenig wir davon regelmäßig benutzen.

Zusätzlich sehen wir auch besser, welche Sachen wir beispielsweise doppelt oder in ähnlicher Ausführung haben. Hier können wir uns später besser unsere Favoriten aussuchen.

Bereitet es mir Freude?

Die wohl bekannteste Frage der Ordnungsexpertin Marie Kondo ist mit Sicherheit: Does it spark joy? Für sie ist diese Frage das entscheidende Auswahlkriterium, um etwas zu behalten oder auszumisten.

Wir nehmen dafür die Sache in die Hand, fassen sie an und fühlen gleichzeitig in uns hinein. Bereitet es uns Glücksgefühle oder nicht? Können wir aus tiefstem Herzen Ja zu diesem Objekt sagen? Wenn das Teil diesen Test nicht besteht, dann gehört es laut der KonMari-Methode rigoros aussortiert.

Kondo nutzt diese Frage, um den Fokus darauf zu legen, was wir behalten statt was wir ausmisten wollen. Das Ziel ist, dass wir uns nur noch mit Dingen umgeben, die uns wirklich Freude bereiten. So haben wir endlich weniger Besitz, aber alles, was wir haben, macht uns glücklich.

Kleine Ausnahmen sind Dinge, die wirklich essenziell sind und die wir im Alltag brauchen. Sprich: Vielleicht machen dich Mülleimer oder Staubsauger nicht glücklich, aber sind wichtig, um die Ordnung in deiner Wohnung zu erhalten.

Dankbarkeit zeigen

Bevor wir die aussortierten Sachen für immer entsorgen, nehmen wir uns noch einen kurzen Moment, um unsere Dankbarkeit zu zeigen. Dieser etwas spirituelle Moment der KonMari-Methode dient unserer Achtsamkeit.

Wir bedanken uns bei den Sachen für die gemeinsame Zeit und für den Nutzen, den sie in der Vergangenheit für uns hatten. Eine wundervolle Art, um sorgfältig auszumisten und nebenbei wieder zu lernen, Dinge ausreichend zu würdigen!

Wir sollten auch unbedingt die Chance nutzen und unsere Wertschätzung zeigen, indem wir nicht einfach alles in den Müll werfen. Verkaufen, spenden oder verschenken sind wundervolle Alternativen, die unseren Sachen ein neues Leben schenken.

Alles hat einen festen Platz

Jetzt nehmen wir alle Sachen, die bleiben durften und weisen ihnen einen festen Platz in unserem Zuhause zu.

Vorbei sind die Zeiten, in denen wir unsere Sachen einfach irgendwo liegen lassen. Ab sofort wird alles wieder an seinen zugewiesenen Ort zurückgebracht. Dadurch vermeiden wir Unordnung und räumen unsere Wohnung in nur wenigen Minuten täglich auf.

Beim Einräumen lohnt sich daher ein Blick auf den Alltag:

  • Welche Dinge sollten recht einfach greifbar sein?
  • Was brauche ich nicht oft?
  • Welche Sachen gehören zusammen?
  • Was sind feste Ablageorte für Dinge wie Schlüssel, Portemonnaie und Co?

Je genauer wir vorgehen, desto erfolgreicher ist auch die KonMari-Methode.

Wichtig ist, dass wir nicht anfangen, unsere Schränke, Schubfächer und Kisten wieder komplett zu füllen. Stattdessen rät die KonMari-Methode, dass wir mindestens 10 % Spielraum lassen. So behalten wir einen besseren Überblick und geben unseren Lieblingsstücken endlich Präsenz.

Bei der Kleidung können wir übrigens auf die speziellen Falttechniken von Marie Kondo zurückgreifen. Auch Schachteln, Boxen und Einsätze helfen, den Stauraum weiter zu optimieren.

Zudem werden die Sachen nach Farbe, Material und Gewicht eingeordnet. Mit diesen Techniken sparen wir Platz und sehen, was wir haben.

Fazit

Für Marie Kondo ist Aufräumen viel mehr als uns von materiellem Ballast zu befreien. Die KonMari-Methode soll helfen, wieder achtsamer und minimalistischer zu leben. Wir nehmen uns Zeit, um herauszufinden, was wirklich „Freude versprüht“. Und das ist doch auf jeden Fall eine wundervolle Sache!

Mehr zum Thema Aufräumen und Minimalismus findet ihr hier:

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