Minimalismus im Kopf: 7 Ideen für mentale Klarheit und Achtsamkeit im Alltag

Es ist fast unmöglich, noch nie etwas von Minimalismus gehört zu haben. Dieser Trend zum einfachen Leben ist dabei mehr als eine reine Modeerscheinung. Es ist eine Lebenseinstellung, bei der wir uns auf das Wesentliche konzentrieren.

Oft wird beim minimalistischen Leben zunächst vor allem der materielle Aspekt fokussiert. Im Mittelpunkt von Minimalismus steht das Reduzieren von Sachen, das Ausmisten unserer Wohnungen und ein bewusster Konsum.

Daran ist überhaupt nichts falsch, aber Minimalismus ist noch viel mehr als nur das. Es ist ein Wandel zu einem Leben, das uns mehr Freiheit bietet und für mehr mentale Klarheit und Achtsamkeit im Alltag sorgt.

„Minimalismus bedeutet nicht, nichts zu haben, sondern keinen Ballast zu haben.“

Nachdem wir also unseren Besitz ausgemistet haben, sorgen wir jetzt auch für mehr Minimalismus im Kopf. Wir werfen allen unnötigen mentalen Ballast ab, um auch unser inneres Leben zu optimieren.

Wie wir diese Art von Minimalismus in unserem Alltag ganz einfach umsetzen, erklären wir heute.

Minimalistisch leben in allen Bereichen des Alltags

Du kennst bestimmt das gute Gefühl, wenn du ausgemistet hast, alles aufgeräumt und an seinem Platz ist. Genauso wie du bei Minimalismus dein Zuhause entrümpelst, kannst du auch deinen Alltag und deine Gedanken sortieren.

Ein minimalistisches Leben auf allen Ebenen bringt nämlich Zufriedenheit, Balance und Wertschätzung. Wir lernen, Gedanken und Handlungen besser zu kontrollieren, mehr auf unsere Bedürfnisse zu achten und auf unsere innere Stimme zu hören.

Minimalismus ist das perfekte Tool, um mehr Achtsamkeit in unser einfaches Leben zu bringen. Wir lassen los von negativen Gedanken oder einschränkenden Glaubenssätzen und treffen endlich mehr bewusste Entscheidungen für UNSER Leben.

Im Grunde räumen wir hier auch gründlich auf, aber im übertragenen Sinne. Wir sorgen für mehr Ordnung und Struktur, kämpfen gegen ungesunde Verhaltensmuster an und fokussieren auf innere Klarheit und Ruhe im Alltag. Wir räumen uns selbst auf!

Dabei fragen wir uns:

  • Von welchen Verhaltensmustern möchte ich loslassen?
  • Wen oder was brauche ich wirklich in meinem Leben?
  • Was gibt mir Kraft in meinem Alltag?
  • Wo vergeude ich meine Energie und Nerven?
  • Wie kann ich mich gut und frei fühlen?

7 Minimalismus-Tipps für mehr Achtsamkeit im Alltag

Minimalistisch leben bedeutet auch, ein Bewusstsein dafür zu erschaffen, wie wir unser Leben insgesamt gestalten wollen. Dafür ist es nötig, einen kritischen Blick auf unseren Alltag und auf uns selbst zu werfen.

Die folgenden Punkte dienen als kleiner Denkanstoß, um nicht nur dein Zuhause, sondern auch deinen Alltag minimalistischer und einfacher zu gestalten.

1. Miste Selbstzweifel aus!

Bist du auch von der Sorte Mensch, die sehr selbstkritisch sind? Fällt es dir schwer, einfach mal stolz auf das Erreichte zu sein, ein Kompliment anzunehmen oder an dich zu glauben? Hast du oft einen sehr strengen inneren Dialog mit dir oder redest schlecht über dich selbst?

Dann ist es an der Zeit, dich endlich von all diesen Selbstzweifeln zu verabschieden und dich zu akzeptieren, wie du bist. Der Weg zu mehr Selbstliebe ist nicht immer einfach, aber willst du wirklich deine kostbare Lebenszeit mit Selbstzweifeln und Selbstkritik verbringen?

Lasse los von unrealistischen Erwartungen an dich selbst und deinen Versagensängsten. Mache dir nicht mehr so viele Gedanken, sondern mache Dinge einfach und sei auch mal stolz auf dich! Denke immer daran, es ist dein Leben und Selbstzweifel gehören ab sofort nicht mehr dazu.

2. Schaffe Platz für deine Bedürfnisse!

Minimalismus wird immer mit Reduzieren in Verbindung gebracht, aber in diesem Fall solltest du das Gegenteil tun, und zwar Maximieren. Maximiere deine Me-Time! Gib dir ausreichend freie Zeit im Alltag für deine Wünsche und Bedürfnisse.

Das können beispielsweise einige Minuten am Morgen sein, die nur für dich sind. Genieße dein Frühstück in Ruhe, mache eine kurze Meditation oder verbringe einen Moment an der frischen Luft. Entscheide selbst, was dir Kraft und Energie für den Tag bringt.

Deine Bedürfnisse zu beachten und Grenzen zu setzen ist nicht egoistisch! Es ist lebensnotwendig. Kleine Auszeiten, in denen du Hobbys ohne Ablenkungen nachgehst oder Dinge machst, die dich erfüllen, sind ab sofort eine Priorität in deinem minimalistischen Leben.

3. Entferne toxische Menschen aus deinem Alltag!

Analysiere, welche Menschen in deinem Leben dir guttun und welche nicht. Wir haben oft einige Personen in unserem Umfeld, die uns das Gefühl geben, falsch oder nicht auf ihrer Höhe zu sein. Sie können uns Kraft rauben und uns manipulieren.

Der Umgang mit toxischen Menschen kann anstrengend sein und uns enorm belasten. Daher ist es wichtig, zu erkennen, welche sozialen Kontakte uns Freude bereiten und glücklich machen und welche Gift für uns sind.

Es ist besser, einen kleineren Freundeskreis zu haben, als weiterhin Kontakt zu Personen zu haben, die deiner mentalen Gesundheit schaden können. Neben Freund*innen und Familie lohnt es sich hier auch einen Blick auf deinen Arbeitsplatz und deine Beziehung zu werfen.

Behalte nur noch Personen in deinem Minimalismus-Leben, die es verschönern und verabschiede dich von allen toxischen Menschen. Dein Fokus sollte auf den Leuten liegen, die dir ein gutes Gefühl geben.

4. Überfülle deinen Terminkalender nicht!

Sicherlich hast du schon davon gehört: FOMO, kurz für „Fear of missing out“ oder auch die Angst etwas zu verpassen. Diese führt oft dazu, dass wir auch in unserer Freizeit viel zu viele Sachen planen. Wir hetzen von einem Termin zum nächsten und sind am Ende des Tages gestresst.

Manchmal stimmen wir sogar Treffen zu, auf die wir eigentlich keine Lust haben. Auch tappen wir gerne in die Falle aus Höflichkeit oder übertriebener Fürsorge immer anderen helfen zu wollen. Das führt dazu, dass wir unsere eigenen Grenzen nicht einmal selbst respektieren und kennen.

Minimalismus bedeutet, bewusst zu entscheiden. Also überlege, was du wirklich machen willst und sage auch mal Nein. Würdige deine Zeit und schaffe dir ausreichend Freiräume.

Auch auf der Arbeit lohnt sich ein Blick auf deinen Terminkalender und deine Workload. Bist du ständig gestresst, hast zu viel zu tun und fühlst dich überfordert? Dann suche das Gespräch, um eine Lösung zu finden, statt einfach dauernd Überstunden zu machen.

5. Verabschiede dich von zu hohen Erwartungen!

Oft haben wir hohe Erwartungen und Ansprüche an uns selbst. Diesen Perfektionismus müssen wir Stück für Stück ablegen. Nur so können wir dem konstanten Strudel aus Stress, Zweifeln und Selbstkritik endlich entgehen.

Lerne auch in diesem Bereich minimalistisch zu leben. Finde heraus, was wirklich wichtig für DICH ist und ob es wirklich einen so riesigen Unterschied macht, wenn nicht immer alles so läuft, wie du es erwartest oder planst.

In vielen Fällen lassen wir uns sehr von der Erwartungshaltung anderer Menschen an uns beeinflussen. Akzeptiere, dass wir alle unterschiedlich sind und bestimmte Vorstellungen haben, wie jemand unserer Meinung nach sein soll. Aber: Du bist nicht auf der Welt, um diese Erwartungen anderer an dich zu erfüllen!

Lasse auch selbst los von bestimmten Erwartungen, die du an andere Personen hast. Spreche Themen an, die dir wichtig sind und suche nach gemeinsamen Lösungen, aber missioniere nicht.

6. Gib unnötigen Sorgen keinen Raum!

Negative Gedanken und Sorgen sind in einem gewissen Rahmen normal. Doch oft geben wir ihnen viel zu viel Spielraum und Macht über uns. Wir sorgen uns um Dinge, die wir nicht ändern können und verbrauchen unsere wertvolle Lebenszeit damit, uns stundenlang den Kopf zu zerbrechen.

Der Großteil unserer Sorgen ist in den meisten Fällen recht unbegründet. Doch wir lassen unser Gedankenkarussell in Ruhe viele Runden drehen und denken über die schlimmsten Szenarien nach.

Ganz im Sinne von Minimalismus verabschieden wir uns jetzt davon und stoppen diese Gedankengänge. Wir fokussieren auf das Hier und Jetzt und vergeuden unsere Zeit nicht mit dem „Was wäre wenn…“.

Das klingt viel einfacher, als es ist. Aber es ist wichtig, dass du dir ein Bewusstsein dafür erschaffst und einfach lebst, statt dich konstant zu sorgen!

7. Konsumiere bewusst!

Ein bewusster Konsum ist bei einem einfachen Leben nicht nur bei der Anschaffung materieller Gegenstände wichtig. Auch im Alltag solltest du bewusst konsumieren. Das heißt, achtsam zu sein und nicht mehrere Dinge gleichzeitig zu machen.

Verabschiede dich also unbedingt vom Multitasking. Einen Film schauen und dabei durch dein Handy scrollen? Das Mittagessen schnell essen und gleichzeitig E-Mails beantworten? Den Kaffee schnell im Auto auf dem Weg zum nächsten Termin trinken? Nein! Nimm dir ab sofort bewusst Zeit für diese Dinge.

Wenn wir uns auf mehr als eine Sache gleichzeitig konzentrieren, dann ist die Gefahr groß, dass wir uns gestresst fühlen. Zusätzlich sind wir dabei nicht mal wirklich produktiver, da unser Gehirn damit beschäftigt ist immer hin- und herzuswitchen.

Probiere es aus, Dinge bewusster zu machen und achtsamer zu konsumieren. Du wirst schnell merken, wie du entspannter bist.

Fazit

Minimalistisch und einfach leben bedeutet auch, sich unsere Gedanken und Handlungen genau anzuschauen und diese in Ruhe „auszumisten“. Das gibt uns mit der Zeit die gleiche Leichtigkeit und Freiheit wie beispielsweise ein minimalistischer Kleiderschrank oder ein minimalistisches Zuhause, aber in unserem Kopf!

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