Werde Minimalist*in: Diese 10 Sachen kannst du noch heute ausmisten!

Du interessierst dich für einen minimalistischen Lebensstil und möchtest gerne dein Leben oder zumindest deine Wohnung ausmisten? Dann zunächst einmal: Herzlichen Glückwunsch dazu!

Minimalismus ist nämlich ein wundervoller Weg, um entspannter, achtsamer und am Ende sogar glücklicher zu leben. Du wirst nicht mehr von einem zu viel an Kram erdrückt, sondern behältst genau das, was du wirklich brauchst und liebst.

Noch dazu sparst du als Minimalist*in langfristig Geld, lebst nachhaltiger und wirst viel weniger Zeit mit dem Aufräumen verbringen. Die Vorteile überwiegen einfach!

Doch aller Anfang ist schwer – so sagt es zumindest ein Sprichwort. Es gibt aber 10 Sachen, die du noch heute ausmisten kannst. Damit legst du einen wichtigen Grundstein für dein minimalistisches Leben.

Nimm dir am besten etwas Zeit, um auch den Prozess des Aussortierens zu genießen. Und eine Sache vorweg: Natürlich musst du nicht alles an einem Tag schaffen! Vielmehr erhältst du 10 tolle Tipps und Tricks, womit du sofort anfangen kannst.

Los gehts – dein Minimalismus-Leben wartet auf dich!

Zeit statt Zeug: Dein Weg zu einem minimalistischen Leben

Schauen wir uns also im Detail an, welche 10 Punkte du direkt angehen kannst. Diese kleinen Schritte helfen dir, zunächst einen Anfang zu finden, ohne dich komplett überwältigt zu fühlen.

Fange dabei am besten mit dem für dich einfachsten Bereich an und arbeite dich Stück für Stück durch diese minimalistische Liste.

1. Abos und Verträge prüfen

Diesen Punkt schieben wir gerne vor uns her, dabei ist er so wichtig. Denn schnell können wir den Überblick über unsere finanziellen Verpflichtungen verlieren. Es lohnt sich, hier einen genauen Blick drauf zu werfen.

Notiere dir dafür am besten zunächst einmal alles, wofür du aktuell monatliche Gebühren bezahlst. Das können Abos sowie andere Verträge sein. Setze dich hin und analysiere ganz genau, was du wirklich alles davon brauchst.

Sind tatsächlich mehrere Streaming-Services notwendig oder nutzt du hauptsächlich einen bestimmten Anbieter (oder gar keinen)?

Hast du noch Zeitungsabos, die dich interessieren bzw. kannst du sie alternativ online abonnieren?

Was ist mit kostenpflichtigen Premiumversionen bestimmter Apps auf deinem Smartphone?

Interessant ist es in diesem Zuge auch, direkt deine Versicherungen zu überprüfen. Oft gibt es da einige Zusatzversicherungen oder Premiumleistungen, die wir gar nicht (mehr) brauchen.

Prüfe genau, welche Dinge einen wirklichen Nutzen für dich haben. Alles, was du nicht mehr benötigst, gehört sofort gekündigt.

2. Digital aufräumen

Auch digitaler Minimalismus ist wichtig, wenn du minimalistisch leben willst. Deshalb nimm jetzt dein Handy in die Hand und miste auch dort aus!

Wir haben meist viel zu viele Apps auf dem Smartphone. Doch nur die wenigsten davon nutzen wir regelmäßig. Gehe also mit kritischem Blick durch dein Handy und deinstalliere alle Apps, die du nicht mehr brauchst.

Aber das ist noch nicht alles. Nachdem die Apps minimalisiert sind, geht es weiter mit deinen Kontakten. Lösche hier alle Nummern, die du nicht mehr brauchst.

Als Letztes schaue dir auch deine Fotos und Videos an und reduziere auf die schönsten Momentaufnahmen. So scrollst du nicht mehr durch 20 sich ähnelnden Fotos, um das Beste zu finden.

Wenn du immer noch motiviert bist, dann räume auch direkt den Desktop deines Laptops oder PCs auf.

Noch mehr Input zum digitalen Minimalismus findest du auch im Blogpost über Digital Detox.

3. Zeitschriften und Zeitungen ausmisten

Wer kennt ihn nicht? Diesen Stapel mit Zeitschriften, Zeitungen oder Magazinen, der nur darauf wartet, durchgeblättert zu werden.

Nimm dir etwas Zeit und reduziere die Menge der Exemplare auf diesem Stapel. Diese Aufgabe kannst du an einem gemütlichen Nachmittag zu Hause machen. Lese ein wenig in den Zeitschriften und „verabschiede“ dich von ihnen.

Vielleicht gibt es bestimmte Artikel, die du unbedingt aufheben willst? Dann schneide dir nur diese Artikel aus und werfe die restliche Zeitung weg. Die Lieblingsartikel kannst du in einem Ordner abheften oder mithilfe eines Scanners digitalisieren.

Oft landen auch regelmäßig kostenlose Zeitungen und Werbung in unserem Haushalt. Damit dies nicht mehr passiert, klebe ein Hinweisschild an deinen Briefkasten. So reduzierst du den Stapel bereits vorsorglich.

4. Medikamente prüfen

Eine klare Sache: Abgelaufene Medikamente sollten unbedingt ausgemistet werden, und zwar nicht nur bei Minimalist*innen. Daher gehört diese Aufgabe mindestens 1 x pro Jahr auf deine Liste.

Suche dafür alle Arzneimittel zusammen. Schaue sie dir genau an und sortiere Medikamente aus, bei denen das Ablaufdatum überschritten ist.

Prüfe auch, ob ein Produkt eventuell verdorben ist. Oft ist das erkennbar an einer Veränderung bei Konsistenz, Farbe oder Geruch.

Bei den Medikamenten muss es nicht minimalistisch zugehen. Vielmehr solltest du alle notwendigen Arzneimittel auffüllen. Auch deine Reiseapotheke sowie deinen Verbandkasten im Auto solltest du direkt noch checken.

Achtung: Die Medikamente gehören nicht in den Hausmüll! Um sie zu entsorgen, bringe sie ganz einfach in die nächste Apotheke.

5. Schuhe aussortieren

Statt direkt deinen kompletten Kleiderschrank auszumisten, kannst du zunächst einmal mit deinem Schuhschrank anfangen. Hier brauchst du viel weniger Zeit, als wenn du deine Kleidung aussortierst.

Hole also alle deine Winter- und Sommerschuhe heraus und bringe Ordnung in das Schuhchaos. Schaue dir alle Modelle an und überlege, ob sie noch zu deinem aktuellen Lebensstil passen.

Frage dich dabei gerne:

  • Welche Schuhe brauchst du? (z. B. Arbeitsschuhe oder Joggingschuhe)
  • Welche Schuhe trägst du oft und gerne? (z. B. Sneakers oder Ballerinas)
  • Welche Schuhe passen nicht bzw. hast du kaum getragen? (z. B. High Heels oder zu kleine Sandalen)

Spende, verschenke oder verkaufe alle Paare, die du nicht wirklich brauchst oder magst. Alle anderen dürfen wieder zurück in deinen Schuhschrank.

6. Papierkram entsorgen

Jetzt geht es deinem Papierkram an den Kragen! Die Menge an Rechnungen, Zetteln, Formularen und Co bringt schnell Chaos in dein Zuhause.

Doch das Problem lässt sich einfach lösen. Suche alles an Papierkram zusammen und sortiere zunächst einmal gründlich aus. Du behältst nur die wirklich wichtigen Unterlagen.

Hier hast du die Möglichkeit, dich entweder analog oder digital zu organisieren. Für Ersteres legst du die Dokumente in Aktenordnern ab. Für die digitale Version scannst du die Papiere und speicherst sie auf PC, Cloud oder externer Festplatte ab.

Praktische Scanner-Apps wie Adobe Scan oder Camscanner erleichtern dir diesen Prozess.

Übrigens: Oft heben wir unnötigerweise auch Bedienungsanleitungen auf. Dabei gibt es im Internet digitale Versionen davon. Seiten wie Libble.de oder die Webseiten der Hersteller bieten dir in wenigen Sekunden die gewünschten Informationen.

Vergiss als Letztes nicht deine Notizbücher, Journals oder Planer auszumisten, wenn du sie nicht mehr brauchst. Mache es dir mit einem Tee gemütlich und schaue ein letztes Mal durch das Aufgeschriebene, bevor du dich davon verabschiedest.

7. Handtascheninhalt ordnen

Mit Sicherheit kennst du das auch: Bonbonpapier, benutzte Taschentücher oder auch Einkaufszettel verstecken sich oft lange in den Ecken unserer Handtaschen.

Deshalb lohnt es sich auch ein wenig Minimalismus in den Inhalt unserer Handtaschen zu bringen. Räume dafür deine Tasche aus und werfe zunächst den Müll weg.

Danach schaue dir die Sachen an, die du täglich in deiner Handtasche durch die Gegend schleppst. Brauchst du wirklich alles? Bestimmt kannst du hier einige Sachen aussortieren. Darüber freut sich auch deine Schulter!

Greife dir dann dein Portemonnaie und entmiste es. Hier findest du meist Bonuskarten, Gutscheine, alte Kassenbons und Co. Schaue, ob du wirklich alle benötigst oder ob einige zu Hause bleiben bzw. ganz entsorgt werden können.

Werde auch bei deinem Schlüsselbund minimalistischer. Lasse dafür alle Schlüssel, die du nicht brauchst zu Hause und reduziere auch die dekorativen Anhänger auf ein Minimum.

8. Dekoration auswählen

Es geht nun ans Eingemachte! Mache dafür mit einer Kiste bewaffnet einen kleinen Spaziergang durch dein Zuhause. Nimm bewusst wahr, was du so alles an Dekoartikeln herumstehen hast.

Frage dich, ob du all diese Dinge wirklich liebst. Wenn es ein Nein oder nur ein Naja ist, dann ab mit dem Stück in deine Kiste. Wenn du fertig mit deiner Runde durch die Wohnung bist, schaue dir die Sachen in der Box noch mal an.

Auch wenn du Minimalist*in sein willst, musst du nicht sofort alles wegwerfen! Treffe hier vielmehr eine Entscheidung, was davon wegkann und was du erst mal nur eine Zeit lang wegpackst.

Wenn es dir zu viel erscheint, direkt dein gesamtes Zuhause durchzugehen, dann beginne zunächst mit einem Raum. Hier bietet sich beispielsweise dein Wohnzimmer an.

9. Putzmittel reduzieren

Bestimmt sammeln sich auch in deinem Haushalt viel zu viele Reinigungsmittel an. Es gibt einfach für jede Sache ein Spezialprodukt, was man unbedingt nehmen sollte.

Doch Spoiler: Meist reicht eine minimale Auswahl an Reinigern, um dein gesamtes Zuhause zu säubern. Du wirst sehen, dass du fast alle Reinigungsmittel sehr vielseitig einsetzen kannst.

Die nachhaltigere Alternative sind langfristig übrigens diese 7 Rezepte für selbst gemachte Putzmittel.

Also schnappe dir zunächst alle deine Produkte und packe alles, was du nicht wirklich brauchst in eine Kiste. Diese Sachen kannst du im Familien- oder Freundeskreis verschenken oder notfalls wegwerfen.

Auch beim Waschmittel kannst du schauen, was du aufbrauchen kannst und ab sofort die eingesetzten Produkte reduzieren. Oft reichen ein Vollwaschmittel und ein Feinwaschmittel komplett aus. Auf Weichspüler solltest du verzichten (hier erfährst du mehr zum Warum).

10. Lebensmittel checken

Jetzt geht es für dich ab in die Küche. Wir nehmen nämlich jetzt deine Vorräte genauer unter die Lupe.

In den hinteren Ecken deines Schranks (und Kühlschranks) verstecken sich meist Lebensmittel, die kurz vor dem Mindesthaltbarkeits- bzw. Verbrauchsdatum sind oder dieses sogar schon überschritten haben.

Am besten holst du alles raus und prüfst zunächst einmal, was abgelaufen ist und was noch genießbar ist. Vergiss auch nicht deine Gewürze, Saucen und Dressings zu kontrollieren!

Danach räume alle noch guten Lebensmittel wieder ein und entsorge den Rest. Überlege dir auch ein für dich funktionierendes Ordnungssystem für deine Vorräte.

Du kannst beispielsweise alle Sachen mit baldigem Ablaufdatum weiter nach vorne stellen oder alles thematisch ordnen.

Wichtig beim Thema Lebensmittel: Beachte unbedingt den Unterschied zwischen Mindesthaltbarkeits- und Verbrauchsdatum und versuche weniger Essen in den Müll zu werfen. In diesem Artikel zu Lebensmittelverschwendung erfährst du mehr dazu.

Fazit

Es sind die kleinen Dinge, mit denen du mit Minimalismus in deiner Wohnung anfangen kannst. Diese 10 Ideen sollen dir einen kleinen Ansporn geben, langsam mit einem minimalistischen Leben zu beginnen und auszumisten.

Wenn du noch mehr Ideen suchst, dann schaue dir gerne auch diese 15 Minimalismus-Tipps für ein einfaches Leben an.

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